Was erwartet Sachsen?
Haben Sie heute schon übers Wetter geredet?
Das heißt nicht, dass Sie vom Klima gesprochen haben. Wetter ist, was wir vor Ort erleben und was sich täglich ändert. Klima dauert länger: Es ist der Querschnitt von 30 Jahren Wetteraufzeichnungen. Sie beweisen: Sachsen hat sich um durchschnittlich 1° C erwärmt. Das der Wert höher liegt als die globale Erderwärmung von 0,7° C liegt an den regionalen Gegebenheiten wie Gebirge und Höhenlagen. Die heißesten Sommer erlebt bisher das sächsische Tiefland, an den Westhängen der Erzgebirgskammlagen fallen die meisten Niederschläge. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
Das Sommerszenario für Sachsen bis 2100:
Die Temperaturen

Die Sommer werden heißer und trockener. ![]()
Die Sommermonate können künftig um bis zu rund 2° C wärmer ausfallen als bisher. Auch gibt es vermutlich neue Höchsttemperaturen: bis zu 42° C. Die Zahl der Tropennächte - über 20° C - nimmt zu - das bedeutet Wärmestress für Nacht und Schlaf. ![]()
Die Niederschläge 

Nord- und Ostsachsen wird künftig stark unter der Trockenheit leiden. Schon jetzt erlebt die Region häufige Dürreperioden, in den nächsten Jahrzehnten könnten die Niederschläge um weitere 15 bis 30% zurückgehen. Nord- und Ostsachsen sowie Brandenburg gehören zu trockensten Regionen Deutschlands. Von der Trockenheit bleiben in Sachsen lediglich das Vogtland und das Westerzgebirge verschont.
Der Regen wird knapper aber auch intensiver. Die Zahl der starken Regenfälle nimmt zu, die Hochwassergefahr steigt.
Das Winterzenario für Sachsen bis 2100:
Die Temperaturen

Die Winter werden wärmer und feuchter. ![]()
Den stärksten Temperaturanstieg hat Sachsen künftig in den Wintermonaten zu verzeichnen: möglich sind bis zu + 4 ° C.
(Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie 2006;
Prognosen nach dem Klimamodell WEREX)
Die Niederschläge

Die Winter werden künftig mehr Regen bringen als Schnee - auch im Vogtland und Erzgebirge. Was werden die traditionellen Wintersportgebiete ohne ausreichend Schnee machen? Die winterlichen Niederschläge werden die Trockenheit des Sommers im Jahresdurchschnitt nicht kompensieren können – den sächsischen Böden fehlt es insgesamt an ausreichend Wasser.
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