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Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
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Klimaforscher

Kein Erdenfleck bleibt verschont

Viele Folgen des globalen Klimawandels finden tausende Kilometer von uns entfernt statt - das heißt nicht, dass wir sie nicht zu spüren bekommen. Der Hurrikan Katrina im Sommer 2005 verwüstete neben New Orleans auch zahlreiche Öl-Bohrinseln, daraufhin stiegen in Deutschland die Benzinpreise.

Klimafolgen weltweit:

Erdkugel

Meere
Meere sind gute CO2-Speicher, werden sie jedoch mit Kohlendioxid übersättigt, versauern sie: Planktonarten, Muscheln, Schnecken sterben ab. Sie stehen am Anfang der Nahrungskette vieler Meeresbewohner.

Grönland
Schmilzt das grönländische Eisschild vollständig , könnte der Meeresspiegel weltweit um fast sieben Meter steigen. US-Ex-Vizepräsident Al Gore geht bei einem solchen Szenario davon aus, dass "nicht nur Manhattan und Floridas Küste verschwinden, sondern auch Holland und große Teile von Bangladesch". Schmelzen die Eismassen, bleibt Meerwasser zurück, das die Wärme besser speichert als Eis. Das heizt die Erde weiter auf und lässt erneut den Meeresspiegel steigen.

Alpen
Die Alpengletscher haben in den vergangenen 200 Jahren mehr als die Hälfte ihrer Masse verloren - ein ähnlicher Rückgang ist weltweit zu beobachten. Gletscher speisen Flüsse ganzjährig mit ihrem Schmelzwasser - sie sind der "Wasserhahn" für Landwirtschaft und Großstädte.

Der Kilimandscharo, der in einem artenreichen Bergmassiv liegt, könnte bereits 2020 ohne Eis sein.

Sibirische Tundra
Die Erderwärmung lässt festgefrorene Böden (Permafrostboden) tauen, dabei können große Mengen an Treibhausgasen wie Methan und CO2 freigesetzt werden, die die Erwärmung weiter antreiben.Steigt die mittlere Erdtemperatur, wandert die Vegetation in kühlere Höhen. Ist der Gipfel erreicht, haben die Arten, wie der österreichische Biologe Georg Grabherr sagt, nur noch einen Ausweg: Sie kommen "in den Himmel".

New Orleans
Wasserdampf aus Ozeanen ist der Treibstoff für Hurrikane. Am Anfang war Katrina ein Gewitter über den warmen Gewässern der Bahamas, das zu einem Hurrikan wurde. Mit etwa 230 km/h trieb er meterhohe Wellen vor sich her - die Stadt New Orleans überflutete: Mehr als 1.200 Menschen starben.

Kommt der Nordatlantikstrom zum Erliegen, könnte das weltweit den Meeresspiegel, die Niederschläge und die Temperatur verändern: Der Nordatlantikraum würde um mehrere Grad abkühlen, die Südhalbkugel würde sich um mehrere Grad erwärmen. Konflikte um klimatisch lebenswerte Regionen sind vorprogrammiert.

Länder wie Kanada werden von dem rasch wandelnden Klima profitieren und die wärmeren klimatischen Bedingungen nutzen, um ihre Landwirtschaft weiter auszubauen.

Werden die Amazonaswälder weiter gerodet, verkommt die Region zur Steppe.

Sahelzone
Die Leben spendenden Monsunregen fielen in den vergangenen Jahrzehnten in der Sahel-Zone völlig aus. In der Region gehören bereits jetzt Hungersnöte zum Alltag, die Klimasituation verschärft die Lebensbedingungen.

Die Weltkarte zeigt viele, aber längst nicht alle Klimafolgen - das ist die negative Nachricht. Die gute ist: Wir haben den Klimawandel angeschoben, wir können ihn auch stoppen.


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